Montag, 29. Juni 2009

Die Partnerschaft

Das gemeinsame Kind verbindet die Partner: Sie fühlen sich mehr zueinander gehörig. Die bisherige Zweierbeziehung ist allerdings auch tief greifenden Veränderungen ausgesetzt. Und nicht nur das: Die Partner müssen jeweils für sich den Übergang zur Elternschaft bewältigen. 

Nach der Geburt des ersten Kindes wandelt sich die Arbeitsteilung in der Familie meist in Richtung einer herkömmlichen Rollenverteilung. Die Mutter muss, zumindest in den ersten Monaten, auf große Teile ihres gewohnten Lebens verzichten; sie muss sich auf die neue Situation erst einstellen. Der Vater übernimmt die Rolle des Versorgers. Die Partnerin ist vielleicht übermüdet und überfordert und hat kein Ohr für seine Probleme. Oder sie hat nur noch das Baby im Kopf und er muss ihre Liebe mit dem Kind teilen.

Die Verantwortung, für die Familie allein zu sorgen, ist für viele Männer belastend. Hinzu kommen oft unterschiedliche Vorstellungen von Erziehung. Jeder Partner bringt aus seiner Herkunftsfamilie Erziehungsmuster mit, die den eigenen Erziehungsstil stark beeinflussen. Unerlässlich ist, sich damit auseinander zu setzen und im Gespräch zu bleiben.

Kinder spüren schnell, ob die Eltern an einem Strang ziehen und nutzen Meinungsverschiedenheiten unter Umständen aus, um die Eltern zu ihren Gunsten auszuspielen.

Kommen weitere Kinder hinzu, freuen sich die meisten Eltern über den Familienzuwachs. Sie sind glücklich darüber, dass sich ihre Familie vergrößert hat. Im Alltag sind sie sehr gefordert und oft erschöpft. Sie sind mit ihrer Partnerschaft eher unzufrieden, da die Erziehung der Kinder viel Zeit in Anspruch nimmt und kaum mehr Zeit für Zweisamkeit bleibt.

Mit dem Schuleintritt beginnt das Kind, sich langsam vom Elternhaus zu lösen. Dadurch entsteht wieder mehr Raum und Zeit für die Eltern, um ihre Partnerschaft zu pflegen.

Nicht selten leidet das sexuelle Verhältnis der Partner durch die Elternschaft. Der zärtliche Umgang miteinander nimmt meist ab. Die ständige Inanspruchnahme durch das Kind kann dazu führen, dass einfach keine Lust aufkommt. Die Partner unternehmen nun weniger zusammen und gehen häufiger alleine aus.

Was Elternpaaren hilft: 

 Miteinander reden: Auch in anstrengenden Zeiten muss es möglich sein, ein offenes Ohr für den anderen zu haben und sich zu besprechen.

Natürlich werden sich viele Themen um das Kind drehen, sprechen Sie aber auch mal über etwas anderes. 

 Sich Zeit füreinander nehmen: Unternehmen Sie etwas nur zu zweit: Ein Kinobesuch oder einfach ein Spaziergang. Vielleicht kann in der Zwischenzeit die Großmutter das Kind versorgen? Übrigens: Auch die Zeit zusammen mit dem Kind kann als Paar genutzt werden.

 Verantwortung teilen: Überlassen Sie nicht einem Elterteil die gesamte Erziehung. Und andersherum: Lassen Sie den anderen Elternteil mit erziehen. Ein Kind hat zwei Eltern.

 Pflegen Sie auch andere Kontakte: Ob Freundschaften, die bestanden haben, bevor Sie ein Kind bekommen haben, oder neue Kontakte zu anderen Familien – ein reger Austausch tut immer gut.

 Lassen Sie sich helfen: Fühlen Sie sich überfordert, bitten Sie Verwandte oder Freunde um Hilfe.

Haben Sie Schwierigkeiten in der Partnerschaft, scheuen Sie sich nicht, eine Ehe- und Familienberatungsstelle aufzusuchen.

Sonntag, 28. Juni 2009

Kinder auch mal machen lassen

Die heutige Erziehung der Kinder hat wirklich sehr nachgelassen. Viele Kinder kennen keine Grenzen mehr, machen den ganzen Tag, was Sie wollen und genießen eine schlechte Erziehung. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Eltern, die es mit der Erziehung einfach zu gut meinen. “Es gibt keine Schokolade!” “Hör auf in der Pfütze rumzuspielen - du machst dich ganz schmutzuig!” “Räum deine Spielsachen gleich wieder weg, wenn du fertig bist!” “Geh deine Hände waschen, nach dem du den Hund gestreichelt hast!” “Zieh deine Jacke an, es sind gerade mal 25 Grad draussen, aber es ist windig!” Kein Wunder, dass so manch ein Kind nicht zu bändigen ist! Ständig bekommt es gesagt: “Tu dies nicht, tu das nicht - Finger weg von den Sachen!” Neben den normalen Regeln, wann das Kind ins Bett zu gehen hat, wie lange Fernsehen geschaut werden darf und anderen Wichtigkeiten, ist es manchmal auch nicht verkehrt, Kinder einfach mal machen zu lassen.

Durch selbstständiges Ausprobieren, wird Ihr Kind schon merken, wo es sich weh machen kann und was passieren kann, wenn es eine bestimmte Handlung begeht. So lernt es am schnellsten, weil es die Folgen einer Handlung nachvollziehen und verstehen kann. Natürlich sollten Sie schon aufpassen, dass Ihr Kind nicht wahrlos die Messer aus der Schublade zieht, aber zumindest sollten Sie dem Kind schon in jungen Jahren auch mal zutrauen, alleine in die Küche zu gehen und sich einen Löffel aus dem Schrank zu holen, ohne dass Sie gleich Angst haben müssen, dass es Ihnen die ganzen Schüsseln aus dem Schrank räumt. Und selbst wenn?! Was kann schon dabei rauskommen, außer, dass Sie die Schüssel später wieder einräumen müssen? Das Kind hat seinen Spaß dabei und kann seine Umgebung erkunden. Was kann schon passieren, wenn Sie Ihr Kind, während Sie kochen auf die Arbeitsplatte setzen und es im Spülbecken mit Wasser spielen lassen, ausser, dass Sie später das feuchte Nass wieder aufwischen und Ihr Kind umziehen müssen? Kinder lieben Wasser und haben einen riesen Spaß daran, mit dem Element zu hantieren. Zudem fördert es die Selbständigkeit, die motorische Entwicklung und die Kreativität. Noch ein Plus: Sie können in Ruhe Ihre Essen zubereiten und Ihr Kind fühlt sich integriert, auch wenn es nicht wirklich zum Kochen beiträgt. 

Es gibt mittlerweile auch ganz tolle Kindergärten, die sich auf die Entscheidungsfreiheit der Kinder festlegen. In diesen Kindergärten gibt es keine Gruppen, in der jedes Kind seinen festen Platz hat, sondern Arbeitsgruppen, in denen verschieden Bereiche behandelt werden. So gibt es zum Beispiel ein Atelier, in dem die Kinder Wände bemalen dürfen und verschieden Techniken der Malerei kennenlernen. Der Werkraum bietet eine große Auswahl an verschiedenen Materialien, die man durch hämmern, kleben oder Stecken zusammenbringen und eine “Skulptur” entwerfen kann. Auch das sogenannte Labor öffnet für Kinder das kreative Tor. Dort können Sie mit Wasser und andere ungiftigen Substanzen Experimente machen und sich austoben. Da kann auch schon so manches mal der Raum unter Wasser stehen. Aber in solchen Kindergärten werden solche Aktionen zu Liebe der kindlichen Entwicklung akzeptiert und ausgelebt. Möchte man da nicht gerne wieder Kind sein?

Natürlich brauchen Kinder einen festen Tagesablauf, eine gute Erziehung und Regeln, die es zu befolgen hat, aber man sollte schon darauf achten, sich nicht allzu sehr darauf zu versteifen. Schließlich können Sie sich bestimmt selbst noch an Ihre Kindheit erinnern, in der sie vielleicht einiges ausprobieren wollten, es aber nicht durften. Geben Sie Ihrem Kind zumindest in Ausnahmefällen oder bestimmten Bereichen die Gelegenheit, seine Fähigkeiten kennen zu lernen und auszuleben - eine größere Freude können Sie ihm nicht machen! 

Mama & Papa - Vorbilder für Kinder

Wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt, muss man sich das so vorstellen, dass in seinem kleinen Kopf viele kleine sog. Neuronen schwimmen, von denen nur ein paar miteinander verbunden sind. Diese Verbindungen stellen die Dinge dar, die das Kind, während seiner Zeit im Mutterleib schon gelernt hat. Also Atmen, Saugen, die Bewegung von Armen, Beinen, Fingern usw.

Während der darauffolgenden Entwicklungsphasen und der mit einbezogenen Kindererziehung lernt das Kind immer mehr dazu und die Verbindungen finden sich schließlich zu ein Netzwerk zusammen, dass sich nicht mehr so schnell verändern lässt.

Alles, was die kleinen in den nächsten Jahren lernen, fügt sich in das Netzwerk mit ein und verstrickt sich mit anderen bereits aufgefassten Eindrücken. Da Kinder Ihre Eltern stets als Vorbild sehen, schauen Sie sich die Dinge, die sich in Ihrem Kleinen Kopf zu einem Netz zusammen spinnen, von ihnen ab.

Alle Handlungen, Verhaltensweisen und Umgangsweisen mit anderen fassen die Kinder auf und lassen diese Eindrücke in ihre Persönlichkeit mit einfließen. Viele Eltern vergessen das und dabei ist das Schlimmste nicht, wenn man mal bei Rot über die Straße geht.

Handlungen, die für uns Erwachsene mittlerweile schon zum Alltag gehören, wie zum Beispiel Rauchen, Kaugummi-auf-den-Boden-werfen oder Bombardieren anderer Menschen mit Kraftausdrücken von A-Z, verarbeiten die Kleinen in Ihrem Kopf als “neu Gelerntes” zu ihren persönlichen Charakterzügen. 

Donnerstag, 25. Juni 2009

Fit nach der Geburt

So gewinnen Sie Ihre Figur zurück

Babyglück - und Figur zurück! Das sind die beiden drängendsten Wünsche so mancher Mutter. Unsere Meinung: Wunscherfüllung ist gar nicht so schwer...

Beginnt Ihr Tag vielleicht so? Gegen halb acht bringt Ihnen Ihr Kindermädchen das frisch gebadete und gewickelte Baby. Sie begrüßen es mit einem Kuss. Während Ihres geruhsamen Frühstücks erhalten Sie einen Anruf von Ihrem privaten Trainer. Ihn werden Sie gleich im gut sitzenden Sportdress in Ihrem Fitnessroom begrüßen... Äh, nein? Ach so, dann haben wir Sie vielleicht mit einer der neuen äußerst vorzeigbaren Hollywoodmütter verwechselt.

Die werden Ihnen nämlich wahrscheinlich immer als große Vorbilder vor die Nase gesetzt. Scheinbar begeben sich die Damen kurz nach einem Strandurlaub in die Klinik und tauchen dann frisch entbunden auf der nächsten Preisverleihung auf. Wo liegt das Problem? Natürlich bei Ihnen: Denn Sie trauen sich wahrscheinlich noch Wochen nach der Geburt kaum irgendwohin. Sie fühlen sich unförmig, sind überfordert und überdies überzeugt davon, dass Sie nie mehr so aussehen werden wie vor Ihrer Schwangerschaft. 

Verbschieden Sie sich doch als erstes von der Idee, alles im Zeitraffer haben zu müssen. So wie Sie sich einen großen Wunsch möglicherweise erst nach einer Zeit des Sparens erfüllen können, so ist es auch ein längerer Weg, bis Sie mit Ihrer Figur wieder zufrieden sind. Aber in kleinen Schritten vorwärts zu kommen, ist um ein Vielfaches natürlicher und gesünder als die große Show aus Hollywood. Arbeiten Sie sich mit unseren Fitness-Programmen langsam vorwärts. Sagen Sie sich: So leicht lasse ich mich nicht im Stich! Ich gehe mit mir selbst durch Dick & Dünn!