Sonntag, 21. Juni 2009

Babypflege


Gut versorgt von Kopf bis Fuß 


Nicht nur das Baden und Wickeln will gelernt sein. Hier erfahren Sie auch, wie Sie Nase und Ohren putzen oder das Genitale reinigen

Die Haut von Babys ist zart und dünn. Sie verträgt noch keine starken Seifen oder Kosmetika. Trotzdem sie beispielsweise am Po mit der oft nassen Windel zurechtkommen. Daher braucht sie besondere Pflege.

Das Bad:
Der Raum, in dem das Baby gebadet wird, sollte eine Temperatur von etwa 22 Grad haben und ohne Durchzug sein. Egal ob Sie einen Badeeimer oder eine Wanne nutzen – achten Sie darauf, dass sie kippsicher auf einer Unterlage stehen. Wenn Sie die richtige Höhe haben, schonen Sie gleichzeitig Ihren Rücken. Nützlich ist beispielsweise eine Kombination aus Wickeltisch und Babywanne mit Aufsatz, den man in die Badewanne stellen kann.

Es gibt keinen Zeitpunkt, zu dem sie das Baby am besten baden. Schaffen Sie sich einfach einen festen Platz in Ihrem persönlichen Zeitplan. Der Abend bietet sich an, da Kinder vom warmen Wasser müde werden und anschließend besser einschlafen. Lassen Sie nur wenig Wasser in die Wanne. Ein Badethermometer zeigt Ihnen die korrekte Temperatur von etwa 36 Grad. Das Kind ruht während des Bades mit Kopf und Nacken auf Ihrem Unterarm. Die linke Hand hält es fest in der Achselhöhle. Mit der rechten Hand waschen Sie das Kind. Wenn Sie das Kind einfach herumdrehen, können Sie auch den Rücken waschen. Achten Sie darauf, dass Gesicht und Ohren nicht unter Wasser rutschen. Babys sind zwar nicht wasserscheu, können aber ängstlich reagieren, wenn Sie Wasser schlucken oder etwas in die Augen bekommen.

Nach dem Bad:
Trocknen Sie das Baby so gründlich ab, dass die Haut am Nabel, an den Genitalien, unter den Armen sowie zwischen Zehen und Fingern tatsächlich trocken ist. Nutzen Sie die entspannte Atmosphäre nach dem Bad für ausgiebige Streicheleinheiten. Sie können das Eincremen der Haut gleich mit einer sanften Massage verbinden. Wie das geht, lernen Sie ausführlich in einem Kurs zur Babymassage. 

 

Die wichtigsten Griffe: Streichen Sie auf der Brust mit flach aufgelegten Händen von der Mitte nach außen, dann abwechselnd von der rechten Hüfte zur linken Schulter und umgekehrt. Einen Arm fassen, Richtung Handgelenk streichen und dann mit kreisenden Bewegungen massieren. Verfahren Sie mit den Beinen ebenso. Streichen Sie auch die Innenseiten der Hand mit dem Daumen aus. 

Nabel und Genitalien:
Nachdem der Nabelschnurrest abgefallen ist, muss die Wunde noch verheilen. Behandeln Sie die Ansatzstelle mit etwas Puder, so dass sie vollkommen trocknen kann. Windeln Sie so, dass der Nabel frei bleibt.


Reinigen Sie bei kleinen Mädchen die Schamlippen mit einem Wattebausch. Indem Sie immer nur von vorn Richtung Po und nie umgekehrt streichen, vermeiden Sie, dass Darmbakterien in die Scheide gelangen. Bei kleinen Jungen ist die noch sehr enge Vorhaut oft mit dem Glied verklebt. Aber meist löst sich eine solche Verklebung von allein. Versuchen Sie nicht, durch Hin- und Herschieben der Vorhaut eine Besserung zu erreichen. Sie könnten das empfindliche Gewebe verletzen. 

Nasen, Ohren, Nägel: 
Reinigen Sie die empfindlichen Öffnungen von Nase und Ohren nicht mit Wattestäbchen. Benutzen Sie einen feuchten Waschlappen. Stellen, die von außen nicht zugänglich sind, müssen Sie auch nicht erreichen.

Schneiden Sie die Nägel nach dem Baden mit einer Babyschere gerade ab. Die Schnittfläche sollte glatt sein, damit sich das Baby nicht kratzt. Schneiden müssen sie die Nägel erst, wenn sie die Kuppen von Fingern und Zehen überragen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen